Provinzhauptstädte


Florenz

Hauptstadt der Region, sie erhebt sich zu beiden Seiten des Ufers des Arnos und bewahrt einer der reichsten Kunst- und Kulturschätze der Welt. Ihre Museen (die Uffizien, Pitti, Bargello, die Opera del Duomo usw.) und Bibliotheken sind berühmt. Die Stadt ist voller Sehenswürdigkeiten: religiöse wie der Dom, die Taufkirche, die Kuppel Brunelleschis, der Turm Giottis und Santa Croce, sowie die weltlichen wie die Ponte Vecchio, der Palazzo Vecchio, der Palazzo Pitti, die Loggia dell'Orcagna, il Bargello und viele andere.
Ihre Provinz umfasst 44 Kommunen und wird grössten Teils, mit Ausnahme des weitläufigen Arnotals, von Erhebungen bestimmt, die sich zwischen dem toskanisch-emilianischem Appenin, den Bergen des Chiantis und den Metallifere Hügeln befinden.

Arezzo

Arezzo erhebt sich am Zusammenschluss des Casentinotals mit dem Chianatal. Eine Stadt etruskischen Ursprungs, welche Sehenswürdigkeiten aus Romanik, Gotik und Renaissance bewahrt hat. Heimat Petrarcas, Vascaris und Redis. Berühmt sind die Fresken des Piero della Francesca in der Basilika S. Francesco. Einer Besichtigung wert sind das archäologische Museum, das Museum für mittelalterliche Kunst und die Pinakothek.

Grosseto

Grosseto ist das wichtigste Zentrum der Maremma und erhebt sich im Schwemmtal des Ombrone. Sein historisches Stadtzentrum wird von teilweise gut erhaltenen Stadtmauern aus der Zeit der Medici umgeben und schliesst den Dom (13. Jahrh.)und die Kirchen S. Pietro und S. Francesco ein.
Die Provinz umfasst 26 Kommunen und breitet sich vom Monte Amiata bis zu den Metallifere Hügeln im Süden aus, sie umfasst die Ebene der Maremma bis zum Latium und die Insel Giglio. Aufgrund ihrer Schönheit nimmt die Küste eine wichtige Rolle für den Sommertourismus ein.

Livorno

Erster Handelshafen der Region und zugleich einer der wichtigsten Häfen des Landes für den Containerverkehr. Livorno entstand aus einem alten Fischerdorf und war wichtiger Stützpunkt der Marinerepublik Pisa und später Genua. Unter der Herrschaft der Medici wurde vom 15. bis zum 17. Jahrhundert der grosse Hafen gebaut und der Grundstein für seine Blüte gelegt. Der Hafen wird von der alten und neuen Festung der Medici beherrscht. Livorno ist Sitz der Marinemilitärakademie und wichtiger Werftindustrien.
Seine Provinz erstreckt sich in einem schmalen Streifen entlang der Küste, von den Mettalifere Hügeln bis hin zu der Provinzgrenze von Grosseto .Sie zählt 20 Kommunen, zu denen fast alle Inseln des Archipels rechnen.

Lucca

Stadt uralter Wurzeln: ligurisch, etruskisch, römisch, lombardisches Herzogtum, freie Grafschaft und schliesslich freie Kommune. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie toskanisch und verliert ihre Unabhängigkeit. Der älteste Teil wird von einer Stadtmauer ( 16- bis 17.Jahrh.) umschlossen, längs welcher sich eine Allee schlängelt. Reich an Sehenswürdigkeiten wie u.a. der Dom, die Kirchen S. Michele in Foro und S. Frediano, der Giungi Palast und wichtige Sammlungen, die in der Pinakothek und dem Stadtmuseum aufbewahrt werden.
Sie erhebt sich in geringer Entfernung vom Meer, an der Mündung der Garfagnana, über welche sie die Gerichtsbarkeit ausübt. Die Provinz umfasst 35 Kommunen und breitet sich zwischen dem toskanisch - emilianischen Appenin und dem Meer der Versilia aus.

Massa Carrara

Provinz, die ihren Namen aus jenen Städten ableitet, die sich dem Abbau und der Bearbeitung des Marmors der Apuane widmen. Massa, die Hauptstadt, hat antike Ursprünge. Im Mittelalter wurde sie von Pisa, Lucca, Mailand und Florenz begehrt. Sie ging dann in die Herrschaft der Malaspina über, welche sie zur Hauptstadt ihres Herzogtums erkoren. Carrara hat die gleichen historischen Ursprünge wie Massa und verfügt über einen romanisch-gotischen Dom und di e Festung Malaspina, welche im 16. Jahrhundert in den Herzogenpalast umgewandelt wurde. Beide Städte erheben sich zu Füssen der apuanischen Alpen und gründeten in vergangenen Zeiten ihren Wohlstand auf den Abbau und die Verarbeitung des Marmors, welcher durch die Häfen von Massa und Marina di Carrara in die ganze Welt verschifft wurde.
Die Provinz grenzt an Ligurien und erstreckt sich vom Appenin bis zum Meer, sie umfasst 17 Kommunen.

Pisa

Erhebt sich an den Ufern des Arno, in der Nähe seiner Mündung und war wichtige Marinerepublik, welche ihre Herrschaft bis nach Korsika ausbreitete. Ihr Niedergang wurde sowohl durch die Rivalität mit den Städten des Landesinneren ( Lucca und Florenz), als im Besonderen durch den Konflikt um den Orienthandel mit einer weiteren Marinerepublik,Genua, ausgelöst. Ihre Kunstschätze konzentrieren sich im Platz dei Miracoli mit seinem romanisch- pisanischem Dom, der Taufkirche und besonders dem Glockenturm, dem in aller Welt berühmten „schiefen Turm". Weitere, kürzlich restaurierte Sehenswürdigkeit, ist die Kirche S. Maria della Spina am Arnoufer.
Sitz einer alten und wichtigen Universität, verfügt sie über einen Militär- und internationalen Zivilflughafen.
Ihre Provinz umfasst 39 Kommunen und breitet sich vom Monte Serra und den Metallifere Hügeln bis zum Mündungstrichter des Arnos aus, in dessen Schwemmtal wichtige Wirtschaftsaktivitäten angesiedelt sind.

Pistoia

Breitet sich zu Füssen des Appenins aus, wo sich der grösste Teil ihrer Provinz bis zur Grenze nach Modena erstreckt.
Sie war römische Stadtgemeinde, in der Folgezeit freie Kommune und letztendlich zuerst Lucca und dann Florenz unterworfen. Unter ihren Sehenswürdigkeiten ragen der Dom ( romanisch-pisanisch aus dem 12. Jahrhundert), die Taufkirche, die Kirchen S. Giovanni Fuorcivitas und Madonna dell'Umilià (Renaissance), sowie das Rathaus mit dem Stadtmuseum hervor.
Ihre Provinz zählt 22 Kommunen.



Prato

Hauptstadt der Wollindustrie, gleich weit entfernt von Pistoia und Florenz, zu deren Provinz sie bis 1992 zählte. Freie Kommune, gehörte sie seit 1351 zu Florenz.
Unter den historischen Gebäuden ragen der Dom, reich an Kunstschätzen, S. Maria delle Carceri und der Palast des Prätoren hervor.
Ihre Provinz breitet sich entlang des Bisenziotales aus und umfasst 7 Kommunen.



Siena

Sie ist eines der bedeutensten Kunstzentren der Region und hat ihr mittelalterliches Aussehen und die Stadtmauer unangetastet bewahrt. Der Campoplatz mit dem Rathaus und dem gotischen Torre del Mangia ist aufgrund seiner Muschelform einzigartig. Gotisch sind auch der Dom, begonnen im 12. Jahrhundert auf romanischer Grundlage, und die Kirchen S. Francesco und S. Domenico. Zahlreich sind auch die Paläste: Tolomei, der älteste, Salimbeni, Chigi-Saracini und Bonsignori. Aus der Renaissance stammen die Loggia della Mercanzia, der Palast Piccolomini und der Palast del Magnifico. In den Kirchen und Palästen werden zahlreiche Schätze aufbewahrt, zum Grossteil stammen sie aus der Sienesischen Schule. Stadt mit antiken Ursprüngen, erlebte sie ihre Blütezeit während der Periode der freien Kommunen, mit einer Vorherrschaft, die sich über die Metallifere Hügel, die Maremma , entlang der gesamten Küste bis zur Grenze zum Latium ausdehnte. Gibellinisch, befand sie sich im jahrelangen Kampf mit dem welfischen Florenz, dem sie sich erst 1559 unterwerfen musste.
Ihre Provinz umfasst einen guten Teil des Chiantis, die Metallifere Hügel und erstreckt sich bis hin zum Chianatal, Monte Cetona und Monte Amiata. Sie zählt 36 Kommunen.