![]() Bis in die 60iger Jahre wurde di e Viehzucht in der Toskana durch die bäuerliche Landbevölkerung sichergestellt. Für den Verzehr waren insbesonders di e Schweine bestimmt, deren zahlreichen Herden von jungen Hirtenjungen bewacht wurden. Di e Rinder wurden zur Milchproduktion und als Arbeitsmittel benutzt, nur einige Zuchttiere dienten der Kälberzucht und der Schlachtung. Auch die Esel und Maultiere wurden, besonders in unwegsamen Gebieten, als Arbeits- und Transporttiere benutzt: Man erinnert sich im Besonderen an den amiatinischen Esel, der heute vom Aussterben bedroht ist. Ein Sonderfall stellt die Pferdezucht in der Maremma dar, eine Tradition, die Dank der Hartnäckigkeit der Butteri weiterlebt. Di e Schafzucht wurde, bis auf wenige Fälle, mit jahreszeitlich wechselnden Weideplätzen in den Berggebieten betrieben , wichtig waren jene im Casentino und der Maremma. ![]() Die Landflucht schadete stark der Rinderzucht, während di e Schafzucht, dank einer starken Einwanderung sardischer Hirten, einen Aufschwung erlebte. Erst heute erfolgt durch eine Wiederaufwertung des Landes und einer steigenden Qualitätsnachfrage eine Rückbesinnung auf di e Viehzucht von bodenständigen Rassen. Letzteres Phänomen weckt auch das Interesse der Schweinezucht, welche bis heute auf das schnelle Wachstum und di e reichliche Fleischproduktion ausgerichtet ist, und welche dank der besonderen Bearbeitung der Wurstwaren bisher keine nennenswerten Einbussen erlitten hat. |